St. Josef

St. Josef Krefeld-Mitte SW (c) Von © Sir Gawain / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16447795

Bau der Kirche St. Josef

Die Kirche St. Josef wurde als Filialkirche der Pfarrei St. Dionysius im Jahr 1887-1890 nach Plänen der Düsseldorfer Architekten Pickel und Quester in Anlehnung an die romanische Kirche St. Kastor in Koblenz gebaut. Die Konsekration durch den Erzbischof von Köln Philippus Krementz fand am Festtag des Heiligen Josef, dem 19. Mai 1890 statt. 1892 wurde die Pfarrei St. Josef mit der glaichnamigen Pfarrkirche von der Mutterpfarrei St. Dionysius abgepfarrt und zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
1898 wurden die beiden 65 Meter hohen Türme errichtet. Mit 1660 m² gehört St. Josef zu den größten Kirchen der Stadt Krefeld.
Am Vorabend des deutschen Katholikentages, der im August 1898 in Krefeld stattfand, läuteten zum ersten Mal die fünf Glocken der Kirche: Anna, Maria, Josef, Hermann-Josef und Johannes in den Tönen a, c, d, e und f.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Beim verheerenden Bombenangriff auf Krefeld, am 20. Juni 1943, brannten die Türme und das Dach von St. Josef aus. Durch den Einsatz der Gemeindemitglieder konnte jedoch schon Weihnachten 1943 in St. Josef wieder Gottesdienst gefeiert werden.
1962 begann ein weitreichender Umbau mit Innenrenovierung, dem viele Ausstattungsstücke der Erbauerzeit zum Opfer fielen.
1990 wurde die neue Orgel mit 39 Registern und mechanischer Traktur der Firma Stockmann aus Werl eingeweiht.

Kurzbeschreibung der Kirche

Die Kirche ist eine dreischiffige Bachsteinbasilika mit Querhaus, das nur wenig über die Breite des Langhauses vortritt. Das Chorjoch ist flankiert von polygonalen Seitenchoren, in denen sich Taufkapelle und Marienkapelle befinden. Der Chor ist flankiert von vierseitigen, schlanken Türmen mit Rombendach. Chor, sowie Tauf- und Marienkapelle sind mit Fenstern des Künstlers Wilhelm Buschulte aus Unna aus dem Jahr 1965 ausgestattet. Die beiden Türme des Westwerks sind viergeschossig und schließen in gegliederten spitzen mit Faltdach. Die Helme wurden nach 1945 nicht wieder aufgeführt. Besonders zu beachten ist das reich geschmückte Rundbogenportal mit Archivolten und Tympanon im Westwerk.

Aktuelles

Seit dem 01. Juli 2008 ist St. Josef Filialkirche in der aus den Pfarreien St. Dionysius, Liebfrauen, St. Norbertus und St. Josef neugegründeten Pfarrei Papst Johannes XXIII.