Impuls#30

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Viele unserer ersten Erfahrungen in unserem Leben, teilen wir zuerst mit unseren Geschwistern.
Die gemeinsamen Urlaube, das verstorbene Haustier, das erste mal allein zu Hause.... und auch die meisten Gefühle empfinden wir ihnen gegenüber zum ersten Mal... Vertrautheit, Mitleid, Ärger, Eifersucht. Unsere Geschwister prägen uns ganz schön- wenn auch meistens unterbewusst und sind unser soziales Trainingslager bevor es dann raus in die Welt geht. Geschwister teilen sich viele Geschichten, die sie miteinander erlebt haben. Aber es läuft natürlich nicht immer behutsam ab- das steht auch schon in der Bibel: beispielsweise bei Kain und Abel.
Oft gibt es Streitereien weil man das Verhalten des anderen nicht verstehen kann. Wir denken: wir sind doch in einer Familie aufgewachsen, haben doch das gleiche erlebt, müssten uns doch an das gleiche erinnern und danach auch handeln. Wir haben also eine Erwartungshaltung an unsere Geschwister, wie sie was zu machen haben und das sie das ein oder andere doch einfach sehen müssten, um dann so zu handeln wie ich es auch tun würde. Das ist aber nicht der Fall! Jeder von uns erlebt die Kindheit und die Familie auf ganz eigene Art. Daraus kann auch Konkurrenz entstehen. Es ist wichtig zu lernen, dass es nicht darum geht um irgendwas zu kämpfen und besser zu sein, sondern das man sich gegenseitig unterstützen kann in den unterschiedlichsten Fähigkeiten die ein jeder von Gott geschenkt bekommen hat. Also, lasst uns nicht bekämpfen und die Krise kriegen wenn wir anders handeln würden als unsere Geschwister, sondern voneinander lernen und unterstützen und die Vielfalt unseres Menschseins bewundern.