Impuls#4

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Langsamkeit- ein irgendwie eher negativ behaftetes Wort- oder?
Da fallen einem gleich ein paar Sätze zu ein: „Zieh dich an, wir müssen los- du trödelst immer so“ oder beim Wettkampf „du warst fürs Treppchen leider 3 Sekunden zu langsam“ oder aber auch wenn du beim Arbeiten einfach nicht voran kommst und du gesagt bekommst das du zu langsam arbeitest…
Ja irgendwie ist die Langsamkeit in unserer Gesellschaft negativ behaftet.
Dabei kann sie auch viele gute Seiten haben. Beispielsweise wenn wir in einem Streit mit jemanden sind… und unsere Langsamkeit und Bedachtheit es schafft, das es nicht eskaliert. Oder auch jetzt in der Fastenzeit, dass wir die Ruhe in uns tragen, Dinge anzugehen. In Ruhe, ohne Druck. Für wen oder was stressen wir uns immer so? Warum wollen wir immer der beste, schnellste und perfekteste sein? Der einzige der darunter letztlich leidet sind wir selbst. Wir lassen uns von Äußeren Umständen stressen und zweifeln dann vielleicht sogar an uns selbst als Person. „Warum bin ich nur immer so langsam? Andere schaffen es doch auch? Was ist falsch an mir“
Lasst uns versuchen diese Langsamkeit, in vielen Dingen in unserem Alltag zuerlernen. Versteht mich nicht falsch: Ich fände es jetzt auch nicht cool wenn das Auto vor mir auf der Landstraße nur 30 fährt oder meine Kollegen ihre Abgaben nicht fristgerecht einhalten… Aber das wir zumindest in uns selbst, zwischendurch in unserem Alltag, einfach mal die Langsamkeit feiern. Das es okay ist, dass die Spülmaschine morgen erst ausgeräumt wird und das es okay ist das wir Sachen nicht immer direkt angehen.
Achten wir darauf dass wir uns bewusst Zeit für uns nehmen. In diesen Ruhephasen und dieser Langsamkeit, in denen wir uns selbst näher kommen und auch besser kennen lernen, kommen wir auch Gott näher- haben mehr Zeit für ein Gespräch und ein Gebet.
Und wer weiß vielleicht ist die Langsamkeit ja bald der große Gewinner😉