Impuls#31

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Kritik ist so eine Sache. Viele von uns meinen mit ihr gut umgehen zu können- das ist aber meistens nicht der Fall. Es trifft uns- meistens mehr als wir wollen und es begleitet uns und kommt uns immer wieder in den Kopf. Deswegen geben Menschen oftmals vor, der perfekte Mensch zu sein- ohne Fehler- gerade auf Instagram immer gut zu sehen. Es scheint alles perfekt zu sein. Doch wenn man dann kritisiert wird, hat man auf einmal Angst durchschaut zu werden.die Angst tatsächlich nur der zu sein, der man wirklich ist. Und nicht der, der man vorgibt zu sein. Es ist letztlich, wie so vieles, ein Selbstwertthema. Wenn ich nur der bin, der ich bin, genüge ich dann noch? Bin ich noch liebenswert, wenn auch nicht alles an mir perfekt ist?
Meistens reagieren wir dann so, dass wir die Person die uns kritisiert, auch versuchen zu kritisieren- sei es von Angesicht zu Angesicht oder hinterm Rücken bei anderen. Man glaubt wenn man jemanden abwertet, fühlt man sich gleich wieder besser, weil man sich gleichzeitig damit versucht wieder aufzuwerten. Man hat das Gefühl wieder der Chef zu sein, alles unter Kontrolle zu haben und sein Bild wieder richtig zu stellen vom perfekten Leben. Es ist wichtig und lohnt sich zu fragen: warum ist mir die Meinung anderer Menschen wichtiger als meine eigene? Warum lebe ich anscheinend nur für andere? Versuche möglichst perfekt rüberzukommen obwohl ich eigentlich ganz anders bin? Wenn wir bei uns angekommen sind, mit uns zufrieden sind- dann kann uns Kritik rein gar nicht mehr aus der Bahn werfen. Wir wissen, wir sind gut so wie wir sind. Und können die Kritik anders annehmen und bewerten. Gerade jetzt haben wir die Zeit dafür zu lernen, wer bin ich eigentlich und wer möchte ich sein? Welche Rollen spiele ich in meinem Leben? Dazu habe ich gestern einen passenden Satz gelesen: if you can‘t go out, go in!