Aschermittwoch

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Am Aschermittwoch….
Viele von uns kennen das bekannte Lied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“…
Die Kostüme und Masken der letzten Karnevalstage wurden abgelegt und der vermeintliche Alltag hat uns seit heute wieder.
Am Aschermittwoch beginnt eine andere Zeit, eine Zeit der ungeschminkten Gesichter, des innehaltens und der Wahrheit. „Was in meinem Leben möchte ich gerne verändern?“ „Was belastet mich vielleicht so stark dass ich alleine keinen Ausweg mehr finde?“
Es ist eine Zeit zum Ordnung schaffen. In erster Linie nicht in unseren Wohnungen und Computern- obwohl das vielleicht auch mal wieder angebracht wäre- sondern in unserem inneren, in unserer Seele. „Was möchte ich behalten? Was möchte ich loswerden?“
Bestimmt kennen einige von euch Marie Kondo (japanische Aufräumexpertin) die mit ihrer Methode gerade sehr gehypt wird und zum ausmisten anregt. Marie Kondo möchte dass wir uns mit jedem einzelnen Teil was wir besitzen beschäftigen, es in die Hand nehmen und uns fragen „does it spark joy“. Ja, wie wärs wenn wir die 40 Tage der Fastenzeit, die heute starten genau dafür nutzen. Wenn wir in uns blicken und auf unser Leben und wir uns jeweils in den unterschiedlichsten Bereichen fragen „does it spark joy“?
Aber nicht zu vergessen! Die 40 Tage Fastenzeit sollen keine Art von religiösem Trainingslager sein, sondern eine erneute Ausrichtung auf Gott hin. Ja, Die Fastenzeit wird oft verstanden als Zeit erhöhter Sorge und Aufmerksamkeit auf sich selbst. Stimmt auch aber-vergessen wir dabei nicht unsere Beziehungen zueinander, zu Gott. Die heiligen 40 Tage, wollen uns die Chance bieten, Kopf und Herz herauszustrecken aus dem Kreislauf, in den wir durch unsere alltägliche Arbeit und unsere Gewohnheiten eingespannt sind.
Am Aschermittwoch ist also alles vorbei? Von wegen. Jetzt fängt es erst richtig an!